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Neujahrsempfang und Offene Ateliers im Atelierhaus Panzerhalle und Ausstellung Aktion Pleasure Ground - ein integratives Kunst- und Bildungsprojekt.: 29. Januar 2017, 12 - 18 Uhr




Liebe Bildhauerfreunde,
Soeben ist ein ausführlicher Bericht über die Jubiläumsausstellung im April 2016 mit Arbeiten von Workshopteilnehmer*innen der letzten 20 Jahre auf der Burg Balduinstein in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NATURSTEIN erschienen! Die Ausstellung mit euren wunderbaren Skulpturen war ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Danke an alle!

Außerdem findet sich in der gleichen Ausgabe ein Artikel über meine Arbeit in unserem Atelierhausgarten mit Geflüchteten und mein Anliegen als (Stein)-Bildhauerin.
Und nun steht schon Weihnachten steht vor der Tür: Wie wäre es, sich und anderen, eine Kreativzeit im Atelierhaus Panzerhalle, im Natursteinwerk Balduinstein an der Lahn oder in der wunderschönen Casa Simoncelli in Umbrien zu schenken?

Ich freue mich auf ein neues Jahr mit euch!

Gerade in Zeiten des Umbruchs finde ich es extrem wichtig, eine eigene Haltung zu entwickeln, sichtbar zu machen und darüber in produktiven Austausch zu kommen, z.B. "Mit je weniger Kraft ich auf den Stein haue, desto größer die Wirkung.."

Für das Aktmodellieren habe ich inzwischen einen zentralen Ort in Berlin-Charlottenburg gefunden: Die Kulturwerkstatt in der Danckelmannstrasse. Hier geht es um Grundlagen und Vorgehensweisen, wie man so ein Wunderwerk wie "Körper" sehr persönlich wahrnehmen und in Ton eigenwillig umsetzen kann.

Frühbucherrabatte bei Anmeldung bis 30.1.2017 auf alle Workshops: 20 € /Italien 30 €.

Als Download die neuen Workshop-Angebote 2017




Birgit Cauer "Zum Werk" mit einem Text von Dr. Julia Wallner, Direktorin des Georg Kolbe Museums Berlin Zeitschrift Naturstein, Dezember 2016 Artikel der Zeitschrift NATURSTEIN ansehen




Der Brandenburg-Atlas - eine Stichprobe
Vom 7. Dezember 2016 bis 19. Februar 2017

Mit Harms Cyrill Bellin, Christiane Bergelt, Birgit Cauer, Clegg & Guttmann, Jana Debrodt, Jörg Engelhardt, Holger Friese, Rainer Gottemeier, Göran Gnaudschun, Katrin Günther, Klaus Hack, Anne Heinlein, Ulrike Hogrebe, Mona Jas, Lea Kontak, Phillip Langer, David Lehmann, Katrin von Lehmann, Inge Mahn, Antje Majewski, Micha Otto, Ronald Paris, Gudrun Sailer, Jörg Sasse, Hans Otto Schmidt, Barbara Steppe, Bernd Streiter, Carolin Wachter und Ilse Winckler

Die Ausstellung ist für die Betrachtung von außen konzipiert und ist zu den Öffnungszeiten des Gartendenkmals von Sonnenaufgang bis 17 Uhr zu sehen. Nach Ankündigung finden weitere Sonderführungen statt, zu denen der Innenraum für das Publikum geöffnet wird.

Eröffnung: Dienstag, 6. Dezember 2016
Am Eröffnungstag ist der Innenraum von 15 bis 20 Uhr geöffnet.
Begrüßung und Einführung: 17.30 Uhr.
Ausstellungspavillon auf der Freundschaftsinsel, Potsdam
(über Burgstraße oder Lange Brücke erreichbar)

Immer wenn in der Gegenwartskunst von Regionen die Rede ist, wird es merkwürdig unkonkret. Niemand könnte heute sagen, was eine "römische Künstlerin" oder ein "Berliner Maler" wirklich sind. Wenn von brandenburgischer Kunst die Rede ist, klingt der Herkunftsbegriff deshalb mehr nach Verwaltungsgrenze als nach künstlerischer Gemeinsamkeit.

Der Kunstbetrieb glaubt längst nicht mehr an Regionen, sondern an Zentren. Die Kunstwelt lebt nach hierarchischen Gesetzen, in denen Wohn- und Arbeitsorte Klassenbegriffe sind. 1. oder 2. Liga? London oder Liverpool? Berlin oder Hannover? Die Postanschrift des Ateliers markiert das Revier.

So wird die Ortszugehörigkeit zum Kampfbegriff. Auch im Sinne des Ressentiments: "Warum zeigen Sie nicht mehr Künstler aus der Region?", heißt eine bekannte Abwehr gegen den Import des Fremden. Dabei könnte in Zeiten, in denen in der Politik wieder die Heimatklischees ausgepackt werden, die Bereitschaft zur Grenzüberschreitung neue Bedeutung erlangen. Kunst kann sachdienliche Hinweise dafür geben, dass nichts so eindeutig, starr und unabänderlich ist, wie es scheint.

Der "Brandenburg-Atlas" ist in dieser Hinsicht eine Mischung aus Laborinstrument und Demonstration. Was stellen wir uns unter Kultur und Identität vor und was finden wir, wenn wir uns auf den Weg machen, sie zu suchen? "Kulturland" heißt ein Fördergeber in Brandenburg. Uns interessiert, was unter Gegenwartsbedingungen ein Kulturland wäre.

Auf der Suche nach einer Antwort haben wir einen gläsernen Schaukasten eingerichtet. Wer sich bereit erklärt, darin ausgestellt zu werden, willigt in die Zumutung ein, um des Experimentes willen einer Herkunftsbezeichnung unterworfen zu werden. Wir haben ohne Anspruch auf Repräsentativität oder gar Vollständigkeit Ateliers besucht, sind Empfehlungen gefolgt und haben schließlich ein fast 25 Meter langes Regalsystem errichtet, das keiner Überschrift und keiner Ordnung folgt. Die Gemeinsamkeit aller Objekte ist allein, dass uns jedes Exponat überzeugt. Jedes wollten wir Ihnen zeigen. Jedes ist mit dem Produktionsort Brandenburg verknüpft. Jedes hat sich seine Nachbarschaft nicht ausgesucht und verlangt völlig für sich allein unsere Aufmerksamkeit.

Natürlich kennen wir die feinen Unterschiede im Kunstbetrieb und wissen, dass er voller Grenzen ist. Differenzen und Differenzierung gehören zu unserem Geschäft. Was, wenn wir aber den Bezugsrahmen verschieben? Uns von einem Begriff leiten lassen, der zu Projektionen einlädt, der ständig genutzt wird, aber von dem es keine überprüfbare Anschauung gibt? Was, wenn wir einfach abwarten, was zu sehen ist?

In einer Zeit, in der sich ein überwunden geglaubtes Verständnis homogener kultureller Identität ausbreitet, erscheint es uns ein sinnvolles Experiment, die Vereinbarkeit des Unvereinbaren zu testen. Unser Atlas will ein Spiegelbild sein, in dem wir uns, ungeschützt von festen Kategorien, beim eigenen Beobachten zusehen. Dabei wissen wir sehr wohl, dass auch ein Schaukasten, der Grenzen aufheben will, seinerseits eine strikte formale Begrenzung ist.

Vor allem aber ist dieser "Atlas" eine Stichprobe unserer eigenen Aufmerksamkeit. Er deutet eben auch an, was uns zuweilen entgeht, was sich nicht in unser System fügt. Indem er unsere übliche kuratorische Arbeitsweise außer Kraft setzt, weist er auch auf die blinden Flecken hin, die unsere (und jede) Ausstellungspraxis stets unausgesprochen hat.

So ist das Projekt vor allem eines: ein Plädoyer für Grenzüberschreitungen. Da, wo es glückt, stellt es vielleicht unsere Projektionen durch Anschauung und Konkretion auf die Probe.




Planspiel Hütte - Partizipatives Projekt (zusammen mit Ilse Winckler)

Die Gartenbereiche unseres Atelierhauses Panzerhalle und der benachbarten Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete sind nur von einem Zaun getrennt. In einem partizipatorischen Prozess mit Bewohnern, Mitarbeitern der Unterkunft und Kollegen wird eine Hütte geplant und gebaut, die den Grenzverlauf der Gärten aufhebt. Dabei geht es um die sichtbare Integration verschiedener Vorstellungen der Beteiligten und das Spiel mit Öffnung und Abgrenzung.

www.planspiel-huette.tumblr.com

Im Rahmen des Kunst- und Bildungsprojekts Pleasure Ground von Atelierhaus Panzerhalle, gefördert von VG-Bildkunst, MWFK Brandenburg und Landeszentrale für Politische Bildung Brandenburg www.pleasure-grounds.tumblr.com

Einladung in den winterlichen Garten und zur Ausstellung am Sonntag, den 27.11.2016, 13 - 18 Uhr,
14 Uhr: Grußwort Frau Dr. Ulrike Gutheil, Staatssekretärin, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Einführung Birgit Cauer/ Katja Sehl/ Ilse Winckler, Projektleitung

16 Uhr: Teepunsch in der Hütte mit Ilse und Birgit




Zu dem Projekt ERNTEKANAL gibt es jetzt eine Edition mit der Originalernte

Durch den Verkauf wird die Produktion meines nächsten Kataloges finanziert.
Bitte unbürokratisch über Email an mail@bcauer.de bei mir direkt bestellen.

ERNTEKANAL - Ernte
Foto, Kresse, Rucola, Mangold, Kaltglasur in Plastikbox
Verschiedene Motive, Auflage 4-10, 2015
je 140 €, zuzüglich Versandkosten, bei mehreren Motiven Rabatte!

Edition ansehen
Mehr Infos über das Projekt: erntekanal.tumblr.com




Aktualisierte Dokumentation von
FASZINATION UND FASSADE - MOMENTE KÜNSTLERISCHER EINMISCHUNG.
Ein Projekt von Neues Atelierhaus Panzerhalle e.V. im Stadtraum Potsdam
faszinationundfassade.tumblr.com





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